Thursday, September 18, 2008

Im Westen viel Neues

So, genau eine Woche ist es nun her seitdem es hier einen neuen Eintrag gab. Wie die Zeit nur verfliegt... Es ist natürlich viel passiert und wir haben viel gesehen, daher werd ich die Erlebnisse wie gewohnt chronologisch aufarbeiten.

Am Mittwoch, den 10.9. sind wir also nochmal den Icefields Parkway zur Hälfte abgefahren. Diesmal sollten wir mehr Glück mit dem Wetter haben und gegen fürhen Mittag hatten wir allerbesten Sonnenschein. Da war es gleich scon viel beeindruckender die Straße abzufahren, die einen tatsächlich nach jeder Kurve zum staunen bringt. Die Berge gehen links und rechts fast senkrecht gen Himmel und immer wieder fährt man an einem türkisen Gletschersee vorbei. Highlight war wohl die Aussicht vom Bows Summit auf den Lake Peyto. Dieser Gletschersee mit der Bergkulisse war einfach atemberaubend. Der Weg dorthin war auch ganz lustig, und zwar lag auf den Bäumen noch relativ viel Schnee... Weiter ging es dann zum Columbia Icefield, was die größte Eisfläche südlich der Arktis ist. Den Ausläufer des Athabasa-Gletschers kann man zu Fuß erreichen und bis an die Kante herantreten. Nach der Tour sind wir wieder nach Lake Louise zurückgekehrt und sind am späten Nachmittag noch zu 2 weiteren Seen gefahren. Der Lake Louise liegt oberhalb des gleichnamigen Dorfes und ist ebenfalls kitschig türkis und von hohen Bergen umgeben. Das schöne Bild zerstört leider ein wenig das riesige Fairmont Hotel direkt am See und die vielen Touris zahlreicher Bustouren. Wir sind dort noch den Fairview Lookout Trail gelaufen, von wo aus man eine ganz nette Aussicht auf den See und das nicht zu übersehende Hotel hatte. Von dort aus sind wir weiter zum Moraine Lake gefahren, der ebens sehr schön gelegen ist, aber auch ein wenig überlaufen ist.

Am folgenden Tag sind wir morgens nochmal zum Lake Louise gefahren, da am Tag zuvor die Sonne ein wenig schlecht stand und wir nochmal schönere Fotos machen wollten. Ich weiß, ein wenig bescheuert... Danach sind wir den Bows Valley Parkway abgefahren und haben an einigen Lookouts Halt gemacht. Am Ende sind wir in Banff angekommen, was viellecht einige schonmal als Skiort gehört haben. Der Ort an sich ist ganz nett, aber sehr touristisch und aus dem Boden gestampft. Hier hatte uns nicht mehr viel gehalten, daher hatten wir uns entschieden uns schon auf den Weg in Richtung Vancouver zu machen, da das von Banff aus schon ne ganze Ecke war und wir nicht die ganze Tour an einem Tag machen wollten. Zudem wollten wir dann in Vancouver das Auto abgeben und ein neues holen, da wir dann gleich weiter nach Seattle wollten. Nach ca. 3 Stunden Fahrt sind in Revelstoke in einem halbwegs vernünftigen Camping-Platz gelandet, der zumindest warme Duschen hatte.

Freitag, den 12.9. sind wir dann also weiter nach Vancouver gefahren und haben dort um 16 Uhr das Auto getauscht. Nachdem wir unser Gepäck umgeladen haben sind wir dann auch gleich weiter nach Seattle gerauscht. Wir mussten uns mal wieder die schönen Touri-Visa holen, zum Glück hat das diesmal nicht allzu lange gedauert. Insgesamt mussten wir trotzdem bestimmt anderthalb Stunden an der Grenze warten. Be Einbruch der Dunkelheit haben wir uns ca 50km vor Seattle ein Motel gesucht, von wo aus wir dann am nächsten Tag nach Seattle reinfahren wollten.

Am Samstagmorgen sind wir nach downtown Seattle gefahren und haben zunächst die Touri-Info angesteuert, da die einzigen beiden Hostels in Seattle scon ausgebucht waren und wir per Internet kein Zimmer erringen konnten. Daher hatten wir also für die Nacht noch keine Bleibe und vertrauten uns den netten Damen der Info an. Diese vermittelten uns an das Panama Hotel, das für ein Hotel in einer Großstadt relativ erschwinglich war. Allerdings war es im Stil der Vorkriegszeit gehalten, so war auch das Zimmer ausgestattet. Aber wenigstens war es mal etwas anderes und trotzdem sauber. Nachdem wir eingecheckt hatten sind wir erstmal einfach nur durch die Stadt gelatscht und haben festgestellt, das Seattle eigentlich nicht viel aufregendes zu bieten hat. Es ist ganz nett, aber das war es dann auch schon. Der Pike Place Market ist ganz nett und dort findet man auch den ersten Starbucks von 1912. Die Harbourfront ist ganz schön, aber sobald man ein wenig ins Stadtinnere geht will man dort eigentlich relativ schnell wieder weg. Abends sind wir nach Empfehlug in ein Viertel mit Bars gegangen, allerdings war dieses seeehr alternativ und ein wenimerkwürdig. Daher zogen wir es dan vor uns nicht ins Nachtleben zu stürzen...

Am nächsten Morgen sind wir zunächst zum Seattle Place gefahren, was ein Überbleibsel der Expo in Seattle ist. Hier steht auch das Wahrzeichen der Stadt, die Spaceneedle. Hier kann man sich bestimmt ganz nett amüsieren, muss aber auch für alle Aktivitäten ein nettes Sümchen berappen. Da wir ein wenig eingekauft hatten "mussten" wir uns mindestens 48h in den Staaten aufhalten, ansonsten wäre die Freigrenze an nicht zu verzollenden Waren $50 gewesen, was nicht sonderlich viel ist... Daher haben wir uns noch ein wenig in der Stadt rumgetrieben und sind in eine Outlet Mall auf dem Weg zur Grenze gefahren. Nach fast genau 49 Stunden sind wir dann wieder aus den USA ausgereist und sind zurück nach Vancouver gefahren.

Am ersten Tag in Vancouver haben wir morgens erstmal einfach Wäsche gewaschen und unsere Sachen ein wenig sortiert und in einem Internetcafé gesurft. Nachmittags sind wir einfach in die Innenstadt gelatscht und sind ein bisschen rumgelaufen. Nach 2 Wochen rumreisen wollten wir es einfach mal ein wenig lockerer angehen lassen.

Gestern haben wir einen relativ langen Marsch um den Stanley Park gemacht, der sehr schön gelegen ist. Dort gibt es auch einige Strände, die schnell von Downtown aus zu erreichen sind. Weiter ging es nach Gastown, dem Ursprung der Stadt, wo noch einige "alte" Häuser stehen. An dessen Rande halten sich viele Drogenjunkies und Obdachlose auf, was im Kontrast zu den noblen Geschäften ganz interessant zu beobachten ist, allerdings hatte man schon ein mulmiges Gefühl bei ca. 50-60 solcher Gestalten auf einem Haufen...

Heute habe ich einfach mal ein wenig "gechillt", mit Leuten telefoniert, Mais geschrieben etc. Das nächste große Fotoupdate werde ich wohl erst in Deutschland hochladen, da ich dann auch ein paar von Maltes Fotos hinzufügen kann und ich mir mal Zeit nehmen muss die bislang 1200 Fotos von mir allein auszusortieren...

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